Mittwoch, 8. Juli 2015

Da zur Zeit

draussen so richtiges Schmuddelwetter herrscht und die große Hitze aus der Wohnung ist, haben wir heute Kartons ausgepackt und in der Küche noch so einiges an den Wänden angebracht.
Nun stehen im Flur nur noch 3 große Kisten, in die wir schon geschaut haben, aber noch überlegen wohin wir die Sachen, die wir brauchen, tun und prinzipiell überlegen, was wir davon behalten wollen und was nicht. Ich finde bei einem Umzug hat mensch die gute Möglichkeit sich von Sachen, Dingen zu trennen, die überflüssig, veraltet, defekt sind oder wo mensch bisher immer dachte, ach das kann ich irgendwann nochmal gebrauchen.
Weg mit altem Balast, bei diesem Umzug dringend notwendig, weil wir im Laufe der Jahre einfach wieder so richtig viel angesammelt hatten.
Gestern habe ich Rasen gemäht, das tat mir sehr gut. Ich konnte mich körperlich straff bewegen ohne zusätzliche Schmerzen zu verspüren. Die Schmerzen kamen dann heute deutlich durch, sicherlich auch durch das nasskalte Wetter.
Heute haben wir es dann endlich geschafft einzukaufen. Ein Großeinkauf, der erste hier in der neuen Wohnung.
Zuerst nur Getränke gekauft, ab, im Auto verstaut gings wieder in den Laden, um Lebensmittel zu holen.
Dann mussten wir noch zum E.D.E.K.A., dort fanden wir uns erst nicht zurecht, mussten viel durch den Laden laufen, bis wir fanden, was wir suchten.
Dann ganz plötzlich an der Kasse, als Maela bezahlte, ging es los. Ich konnte nix mehr klar fixieren, alles rauschte in meinen Ohren, mir wurde übel und ich musste ganz schnell aus dem Laden, weil ich mich völlig überfordert fühlte. Draussen kamen dann meine Tränen, wohl zur inneren Druckentlastung flossen sie.
Auch wenn es Tage gibt, an denen ich mich stark und relativ gut fühle, wird es wohl viele Tage und Situationen geben, in denen ich gut auf mich achten muss und Überforderungen schon im Vorfeld versuche zu verhindern, weil das heute im Laden ein richtig beschissenes Gefühl war.

Aber nun ist alles wieder gut, ich habe dann mal ausnahmsweise einen langen Mittagsschlaf gehalten.
Heute ist es genau ein Monat, dass ich keine Panikattacken mehr habe. Und das fühlt sich richtig gut und beruhigend an.




Kommentare:

  1. Am besten genießt du immer wieder neu, wenn es dir gut geht. Nichts ist leicht im Leben, ich merke das auch bei mir. Wenn du dich nicht überforderst, dann kommst du auch schnell wieder ins Gleichgewicht. Vielleicht solltest du eine kleine Reise tun? Muss ja nicht so weit sein, einfach einen Tapetenwechsel.

    AntwortenLöschen
  2. Liebe Sabine,

    schön zu lesen, dass es dir besser geht und ihr gut in der neuen Wohnung angekommen seid.
    Ein kleiner Wehmutstropfen ist vielleicht der Umstand, dass das was du im Laden hattest, eine klassische Panikattacke war. Die nächtlichen unterscheiden sich meist sehr von den täglichen. Ich weiß das. Ich kenne sie alle ...

    Liebe Grüße und weiterhin gute Besserung
    Pia

    AntwortenLöschen